Praxis für Zahnerhaltung Prof. Dr. Rosin & Partner

Was genau ist

Wurzelbehandlung

Eine Wurzelbehandlung (auch Wurzelkanalbehandlung) ist eine zahnmedizinische Methode, mit der abgestorbene oder entzündete Zähne erhalten werden. Die Bakterien werden mit speziellen Instrumenten entfernt und die Funktion des Zahnes widerhergestellt. Er muss somit nicht gezogen werden. Eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung kann den Zahn für viele Jahre oder auch Jahrzehnte erhalten.

Wofür soll man sich als Patient entscheiden?

Wenn ein Zahn stark zerstört oder der Zahnnerv abgestorben ist, steht man als Patient oft vor der Wahl: Soll der Zahn gezogen oder durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden?

Unsere Praxis ist spezialisiert auf Wurzelkanalbehandlungen mit modernsten Methoden. Wir können in vielen Fällen Zähne erhalten, die sonst gezogen werden müssten. Das erspart hohe Kosten für Zahnersatz und Implantate! Informieren Sie sich jetzt hier auf unserer Website oder lassen Sie sich persönlich beraten:

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag8 - 20 Uhr
Freitag8 - 15 Uhr

Der sog. Zahnnerv und seine Funktion

Im Inneren jedes Zahnes befindet sich Gewebe, das aus Blutgefäßen, Nervenfasern, Lymphgefäßen und Bindegewebe besteht. Umgangssprachlich wird es oft als „Zahnnerv“ bezeichnet. Die fachlich korrekte Bezeichnung lautet „Pulpa“.

Dieses Weichgewebe wird geschützt vom umgebenden Zahnbein („Dentin“) und im Bereich der sog. Zahnkrone zusätzlich vom Zahnschmelz.

Die Blutgefäße versorgen den Zahn mit Nährstoffen und die Lymphgefäße transportieren Stoffwechselprodukte ab. Die Nervenfasern registrieren Kälte und Wärme. Vor allem aber warnen sie durch Zahnschmerzen, wenn es zu einer Erkrankung des Zahnes und Entzündung der Pulpa gekommen ist.

 

Warum ein Zahnnerv sich entzünden und absterben kann

Die häufigste Ursache für eine Entzündung des Zahnnervs und dessen Absterben sind Bakterien, die in die Pulpa eindringen:

  • Aus einer tiefen Karies
  • Über einen Riss im Zahn
  • Wenn ein Zahn abgebrochen ist
  • Über undichte Zahnfüllungen
  • Über sog. "Freiliegende Zahnhälse"

Manchmal können aber auch ein Stoß gegen den Zahn oder eine chronische Überlastung des Zahnes die Ursachen sein. Letzteres ist dann der Fall, wenn ein Zahn durch Kippung oder eine zu hohe Füllung bzw. Krone stärkeren Kontakt mit den gegenüberliegenden Zähnen hat.

Leider bleibt die Entzündung nicht auf das Innere des Zahnes beschränkt. Sie breitet sich auch auf den Kieferknochen aus und kann zu gesundheitlichen Problemen führen (s.u.)

Warum ein Zahnnerv sich entzünden und absterben kann

Ein entzündeter Zahnnerv kann extreme Schmerzen verursachen und eine abgestorbene Pulpa kann zur Entzündung im Kieferknochen führen. In beiden Fällen muss eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden, um Schmerzen zu beseitigen und weitere Schäden zu verhüten.

Bei der Wurzelbehandlung wird das entzündete bzw. abgestorbene Gewebe sorgfältig aus dem Zahn entfernt. Das Innere des Zahnes wird desinfiziert. Danach wird der Hohlraum mit einer bakteriendichten Wurzelfüllung verschlossen.

Warum abgestorbene Zähne die Gesundheit gefährden können

Nachdem ein Zahnnerv abgestorben ist, bildet sich um die Wurzelspitze(n) herum eine Entzündung im Kieferknochen. Sie wird in der Fachsprache als „apikale Parodontitis“ bezeichnet und ist nur auf dem Röntgenbild sichtbar.

Bakterien aus diesem Entzündungsherd werden über die Blutbahn im Körper verteilt und können gesundheitliche Probleme* verursachen. Unter anderem

  • erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Infektion natürlicher und künstlicher Gelenke
  • Arteriosklerose („Arterienverkalkung“)
  • Diabetes („Zuckerkrankheit“)

Deshalb ist es wichtig, einen abgestorbenen Zahnnerv rechtzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln!

Informieren Sie sich über die Wurzelkanalbehandlung in unserer Zahnheilkunde

Fragen und Antworten zur Wurzelbehandlung

Ist eine Wurzelbehandlung nicht schmerzhaft?

In der Regel wird eine Wurzelbehandlung in örtlicher Betäubung („Lokalanästhesie“) durchgeführt. Sie ist deshalb auch nicht schmerzhaft. Meistens ist es so, dass ein schon vorher bestehender Schmerz durch die Wurzelbehandlung erst beseitigt wird

Kann ein Zahn nach der Wurzelbehandlung Probleme bereiten?

Manchmal kann ein wurzelbehandelter Zahn vorübergehend aufbissempfindlich sein. Das ist eine Folge der vorangegangenen Entzündung um die Wurzel(n) herum, die erst noch abklingen muss. Die Beschwerden können gegegebenfalls mit Schmerzmitteln aufgehoben werden.

Welche Komplikationen können bei einer Wurzelbehandlung auftreten?

Wie bei jeder Behandlung können auch bei einer Wurzelbehandlung seltene Komplikationen auftreten: Eines der dünnen Instrumente kann abbrechen und das Bruchstück im Wurzelkanal stecken bleiben. Oder es kann zu einer Perforation des Zahnes bzw. der Wurzel nach außen kommen.

Durch unsere Erfahrung und besondere Ausstattung können wir solche Risiken auf ein Minimum reduzieren. Wir sind auch in der Lage, Instrumenten-Bruchstücke aus dem Wurzelkanal zu entfernen und Perforationen zu schließen, wenn diese bei einer vorangegangenen Wurzelbehandlung beim Hauszahnarzt entstanden sind.

Scheiden tote Zähne nicht Gifte aus und sind sie nicht ein Bakterien-Herd?

Dieser Annahme liegt ein häufiges Missverständnis zugrunde: Die Gefahr geht nicht vom Zahn, sondern von der Entzündung aus, die um die Wurzel(n) eines abgestorbenen Zahnes herum entsteht. Die verursachenden Bakterien und deren Gifte können über die Blutbahn im gesamten Körper gestreut werden. Nach einer fachgerecht durchgeführten Wurzelbehandlung mit bakteriendichter Wurzelfüllung und Aufbaufüllung klingt diese Entzündung in der Regel ab.

Warum sollten wurzelbehandelte Zähne in den meisten Fällen überkront werden?

Viele Zähne, die wurzelbehandelt werden mussten, hatten vorher eine tiefe Karies, waren abgebrochen oder hatten sonstige Defekte, die die Zahnsubstanz stark geschwächt haben. Die Gefahr ist deshalb sehr groß, dass weitere Teile solcher Zähne abbrechen oder dass sie entzwei brechen. Eine Zahnkrone umfasst den ganzen Zahn wie eine Kappe und kann solche Probleme vermeiden.

Warum werden abgestorbene Zähne dunkel und kann man sie nach der Wurzelbehandlung wieder aufhellen?

Wenn das Gewebe im Inneren eines Zahnes (die „Pulpa“) abstirbt, zersetzt es sich. Das im Blut der Pulpa enthaltene Eisen korrodiert („rostet“), dringt in den Zahn ein und ruft die auffallend dunkle Farbe hervor. Nach einer fachgerecht durchgeführten Wurzelbehandlung können solche Zähne wieder aufgehellt oder durch ästhetische Keramikkronen wieder attraktiv gestaltet werden.

Wie groß sind die Erfolgsaussichten einer Wurzelbehandlung?

Wenn Wurzelbehandlungen von einem dafür besonders qualifizierten Zahnarzt mit entsprechender Ausbildung, Erfahrung und Praxis-Ausstattung durchgeführt werden, liegt die Erfolgsquote bei bis zu 95 %. Ohne diese Voraussetzungen liegt sie im Durchschnitt bei nur 40 – 50 %.

Kann eine Wurzelbehandlung wiederholt und eine Wurzelfüllung verbessert werden, wenn ein Zahn trotz Behandlung Probleme macht?

In der Regel, ja! Das gehört zu unseren Spezialgebieten. Wir können mit Hilfe besonderer Verfahren und optischer Vergrößerung unzureichende Wurzelfüllungen wieder entfernen und durch neue, bakteriendichte Wurzelfüllungen ersetzen. Dazu gehören auch stabile und bakteriendichte Aufbaufüllungen für die Zähne.

Können alle Zähne mit einer Wurzelbehandlung erhalten werden?

Bis auf wenige Ausnahmen, ja! Wenn Zähne durch Karies oder einen Bruch bis weit unter das Zahnfleisch zerstört sind, können sie nicht mehr stabil und bakteriendicht aufgebaut werden.

In sehr seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass eine Entzündung trotz fachgerechter Wurzelbehandlung nicht ausheilt. Hier hilft dann oft eine sog. Wurzelspitzenamputation, bei der ein Teil der Wurzel chirurgisch entfernt wird. Erst, wenn auch dieser Eingriff keinen Erfolg bringt, muss der Zahn entfernt werden.

Woran Sie erkennen können, ob ein Zahnnerv abgestorben ist

Oft gibt es typische Anzeichen dafür, dass ein Zahnnerv abstirbt oder schon abgestorben ist. Hier erfahren Sie, welche das sind.

1
Reaktion auf Hitze

Wenn ein Zahn sehr stark auf Wärme reagiert (z.B. beim Trinken von Tee oder Kaffee), deutet das auf eine akute Entzündung des Zahnnervs hin. Es besteht die Gefahr des Absterbens.

2
Mangel an Empfindungen

Wenn ein Zahn lange Zeit auf Kälte und Wärme reagiert hat und Sie dann plötzlich nichts mehr spüren, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahnnerv abgestorben ist, sehr hoch.

3
Tut weh wenn du beißt

Wenn ein Zahn beim Aufbeißen oder Dagegenklopfen schmerzt, ist er wahrscheinlich abgestorben und es hat sich schon eine Entzündung im Kieferknochen gebildet.

4
Druckschmerz

Wenn Sie im Bereich der Wurzelspitze eines Zahnes gegen den Kiefer drücken und einen leichten Druckschmerz verspüren, ist das ein Anzeichen für eine Entzündung im Kieferknochen.

5
Schwellung

Wenn sich neben einem Zahn eine Schwellung gebildet hat oder sogar die Wange bzw. Lippe geschwollen ist, kann ein abgestorbener Zahn die Ursache sein.

6
Fistel

Wenn sich neben einem Zahn eine kleine Öffnung der Schleimhaut gebildet hat, aus der Flüssigkeit austritt, handelt es sich um eine sog. Fistel, deren Ursache ein toter Zahn sein kann.

7
Verdunkelung des Zahnes

Wenn Sie beobachten, dass ein Zahn immer dunkler wird, können Sie davon ausgehen, dass der Zahnnerv abgestorben ist und sich das Gewebe im Zahninneren zersetzt hat.

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