Praxis für Zahnerhaltung Prof. Dr. Rosin & Partner

Parodontitis:

Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Wir glauben, dass es für jeden Menschen prinzipiell möglich ist, seine eigenen und festen Zähne bis ins hohe Alter zu behalten. Gleichzeitig wissen wir jedoch, dass die Chancen dafür im Allgemeinen nicht besonders gut sind. Denn je nach Alter und Geschlecht leiden bis zu 92% der Menschen an einer moderaten oder schweren Parodontitis*. Und den Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren fehlen im Durchschnitt bereits etwa 15 Zähne* – das ist mehr als die Hälfte der Zähne eines gesunden Gebisses!

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag8 - 20 Uhr
Freitag8 - 15 Uhr

Die Ursache.

Die meisten dieser fehlenden Zähne sind durch Parodontose verloren gegangen. Parodontose ist wie die Gefäßverkalkung eine Erkrankung, die schon im frühen Erwachsenenalter beginnt, dann viele Jahre unbemerkt fortschreitet und erst nach einigen Jahrzehnten zu Komplikationen führt. In diesem Fall zu Zahnverlust. Die Ursache des entzündlichen Knochenabbaus sind Bakterien, die sich in Ablagerungen auf der Zahnoberfläche, jedoch unterhalb des Zahnfleischrandes, befinden. Sie sind also für die Zahnbürste unerreichbar. Das ist der Grund, warum es eben meistens nicht ausreicht, seine Zähne selbst gründlich zu putzen oder regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung (PZR) zu gehen. Denn auch bei der PZR werden nur die sichtbaren und leicht zugänglichen Oberflächen der Zähne gereinigt, nicht jedoch die tieferliegenden.

Die typischen Anzeichen einer Parodontitis:

Das Zahnfleisch blutet oft, ist geschwollen und stark gerötet. Manche Zähne scheinen länger geworden zu sein. Einzelne Zähne sind locker oder gekippt. Dazu kommt oft noch starker Mundgeruch, der im Umgang mit anderen befangen macht. Das alles sind typische Symptome der sog. Parodontitis (umgangssprachlich oft auch als Parodontose, Paradontose oder Paradentose bezeichnet).

Ein Schwerpunkt unserer Praxis ist die Behandlung der Parodontitis.

Wir helfen Ihnen gerne, wenn Sie davon betroffen sind.

Die Herausforderung.

Wenn eine Parodontose bereits entstanden ist, dann besteht die größte Schwierigkeit darin, die unter dem Zahnfleisch liegenden, verkrusteten Wurzeloberflächen vollständig von Bakterien zu reinigen. Schwierig deshalb, weil diese Behandlung nicht unter direkter Sicht, sondern nach Gefühl und nach einer genauen Systematik erfolgen muss. Alle wissenschaftlichen Studien, die es zu dieser Behandlung gibt, kommen zum selben Ergebnis: Der Erfolg der Parodontitisbehandlung hängt maßgeblich von der Erfahrung und der Routine des Behandlers ab. Nicht jedoch von der benutzten Technik. Es ist also weniger wichtig, ob für die Behandlung Handinstrumente oder Ultraschall eingesetzt werden, oder ob zum Beispiel ein LASER benutzt wird. Entscheidend ist die Erfahrung des Behandlers.
Das ist der Grund dafür, dass in unserer Praxis ausschließlich spezialisierte Zahnärzte oder Dentalhygienikerinnen diese Behandlung durchführen dürfen. Denn auf Grund der hohen Spezialisierung erreichen sie dramatisch bessere Ergebnisse als jemand, der diese Behandlung nur selten durchführt.

Der wichtigste Erfolgsgarant: Beständigkeit.

Wenn Sie eine Parodontose hatten und sie professionell behandelt wurde, dann sind Ihre Zähne leider trotzdem noch nicht auf der sicheren Seite. Denn ein dauerhafter Erfolg hängt entscheidend davon ab, wie regelmäßig die Nachsorge durchgeführt wird. Eine Studie** hat ergeben, dass das Risiko für Zahnverlust nach einer Parodontosebehandlung fünfmal höher ist, wenn die Nachsorge nicht oder nur unregelmäßig in Anspruch genommen wird. Wenn Sie bei uns eine Parodontosebehandlung hatten, dann sorgen wir dafür, dass Sie regelmäßig an Ihre Nachsorgetermine erinnert werden. So können Sie es nicht vergessen.

Ihr Nutzen.

Keine andere Erkrankung verursacht so viel Zahnverlust im Alter wie die Parodontose. Das Vermeiden oder Heilen des entzündlichen Knochenabbaus bewahrt Sie daher nicht nur vor Zahnverlust, sondern vor all den unangenehmen Folgen, wie schmerzhaften Entzündungen, teuren Implantaten und teurem Zahnersatz. Oder eben vor der Prothese. Je früher Sie mit der Vorsorge beginnen, umso sicherer können wir Ihre Zähne erhalten. Zögern Sie also nicht, die notwendigen Untersuchungen durchführen zu lassen.

Wiedergewinnung von Knochen.

Normalerweise gilt: Verlorenen Knochen kann man nicht wieder zurück bekommen. Es gibt jedoch Ausnahmen. In einigen Fällen ist es tatsächlich möglich, durch regenerative Verfahren verlorenen Knochen wieder aufzubauen. Dies erfordert einen anspruchsvollen parodontalchirurgischen Eingriff – dieser erspart Ihnen jedoch im besten Fall das Implantat.

Fragen und Antworten und Parodontitis

Was ist der Unterschied zwischen "Parodontitis" und "Parodontose"?

Umgangssprachlich wird die Parodontitis oft als „Parodontose“ bezeichnet. Streng genommen steht die lateinische Endung „-itis“ steht für eine Entzündung, und die Endung „-ose“ für Erkrankung. Also wie bei Arthritis und Arthrose. 

In der Medizin wird typischerweise zwischen der Entzündung und der krankhaften Veränderung unterschieden, weil nicht jeder kranke Zustand durch eine Entzündung entsteht. Weil der Knochenabbau an den Zähnen jedoch so gut wie immer entzündungsbedingt ist, benutzen Zahnmediziner beide Worte synonym. 

Sie können sich also aussuchen, welches Wort Ihnen lieber ist, die Parodontitis oder die Parodontose.

 

Verläuft eine Parodontitis immer gleich?

Nein. Es gibt verschieden verlaufende Formen der Parodontitis. In den meisten Fällen wird sie ab einem Alter von 40 bis 50 Jahren diagnostiziert.Sie verläuft schubweise und führt nach einigen Jahren zu Zahnlockerungen und unbehandelt zu späterem Zahnverlust.

Daneben gibt es seltenere aggressiv verlaufende Formen der Parodontitis, die innerhalb kurzer Zeit zu massivem Knochenverlust führen und schon im Kindesalter auftreten können.

Ursachen sind besonders aggressive Erreger und/oder eine geschwächte Immunabwehr gegen diese Erreger.

Kann verloren gegangenes Zahnbett-Gewebe wieder ersetzt werden?

Die Wiederherstellung von durch Parodontitis verloren gegangenem Kieferknochen ist nur sehr begrenzt möglich. 

Es gibt chirurgische Maßnahmen, bei denen künstliches Knochenersatz-Material verwendet wird, das als Leitschiene für den natürlichen Knochen dienen und diesen zum Wachstum anregen soll.

Bei einem anderen Verfahren werden Membranen auf den Knochendefekt gelegt, die das In-die-Tiefe-Wachsen von Bindegewebe und Zahnfleisch in die Knochentasche verhindern sollen.

Bei einer anderen (nicht-chirurgischen) Maßnahme werden Eiweißstoffe, die aus tierischen Zahnanlagen gewonnen wurden, in die zuvor gereinigte Zahnfleischtasche eingebracht. Diese Eiweißstoffe sollen den Knochen und das weiche Zahnbettgewebe zur Regeneration anregen.

Der Erfolg dieser Maßnahmen hängt sehr stark von der Form des Knochen-Defekts und von individuellen Gegebenheiten ab.

Ob sie im Einzelfall sinnvoll und angezeigt sind, muss bei jedem Patienten individuell geklärt werden.

Ist lebenslanger Zahnerhalt tatsächlich möglich?

Klare Antwort: JA.

Es ist ein eindeutiger Trend erkennbar – immer weniger Menschen verlieren alle Ihre Zähne und brauchen eine Prothese. Durch ein gestiegenes Bewußtsein für Mundhygiene und Vorsorge und durch das immer bessere Verständnis der Erkrankung Parodontose und natürlich verbesserte Behandlungsmethoden und spezialisierte Behandler können wir heute gemeinsam mit Ihnen eine Strategie erarbeiten, durch die Ihr Gebisszustand sehr stabil ist. Dadurch verlangsamt sich die Alterung so stark, dass die Zähne so lange halten, wie sie müssen.

Wenn die Sonde auf die Suche geht… Warum wird die Diagnose Parodontitis so spät gestellt?

  • Kein Fokus im Studium
  • schmerzlos verlaufende Erkrankung
  • in unserer Praxis digitale Befunderhebung die eindrucksvoll Verlauf d. Erkrankung + Effekt der Therapie verdeutlicht

Kann der Knochenabbau gestoppt werden?

in den allermeisten Fällen ja ,in Einzelfällen verlangsamt

Zahnbettentzündungen sind nicht schicksalhaft … Was kann ich selbst noch tun?

Die wirksamste Vorsorge und Behandlung der Zahnbettentzündung ist die regelmäßige Entfernung des bakteriellen Biofilms von der Wurzeloberfläche. Sie können allerdings selbst auch viel dafür tun, dass Ihr Kieferknochen erhalten bleibt.

Wie stark Ihr Gewebe nämlich auf die vorhandenen Bakterien mit einer Entzündung reagiert, hängt unter anderem auch von Ihrem Stoffwechsel ab. Eine vollwertige Ernährung mit ausreichend Eiweiss, Vitaminen, Mineralstoffen uns entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren kann helfen, Ihre Abwehr zu stärken und besser mit Bakterien fertig zu werden.

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